Verbrennungen und Verbrühungen
Eine Schädigung der Haut durch Hitze ist schnell passiert: heißes Fett oder Wasser, eine Herdplatte, der Grill oder das Dampfbügeleisen - überall lauern Gefahren, die sehr schmerzhafte Verbrennungen und Verbrühungen bedeuten können. (Bild 1 - hier handelt es um geschminkte Verletzungen!) ) Auch hier sollten Sie als Ersthelfer, also der als Erster auf den Verletzten trifft, Ruhe bewahren und möglichst schnell über den Notruf 112 den Rettungsdienst alarmieren.
Entfernen Sie vorsichtig die Kleidung des Verletzten, wenn Sie nicht mit der verbrannten Haut verklebt ist. Das Wichtigste ist in jedem Fall: die Brandwunde unter lauwarmen Leitungswasser kühlen, bis der Schmerz nachlässt, mindestens aber zehn bis 15 Minuten. Die schnelle Kühlung lindert nicht nur den Schmerz, sie sorgt vor allem dafür, dass sich die Hitzeschäden nicht noch weiter im Gewebe ausbreiten können.
Bei Verbrühungen sollten Sie, wenn es schnell geht und das Material nicht mit der Wunde verklebt ist, erst die nasse Kleidung entfernen, dann die verbrühten Hautflächen kühlen.
Größere Wunden müssen Sie kühlen, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist. Decken Sie die Wunde locker mit einer sterilen Mullkompresse ab, am besten mit Kompressen, die nicht mit der Wunde verkleben können oder mit speziellen Brandwundenverbänden.
Hat der Patient starke Schmerzen, ist ihm schwindlig oder er wird blass, sollten Sie ihn nach Möglichkeit auf den Boden legen, damit er sich bei einem Sturz durch ein Kreislaufversagen keine weiteren Verletzungen zuzieht. Wird er bewusstlos, legen Sie ihn in die stabile Seitenlage. Da Verbrennungen und Verbrühungen sehr schmerzhaft sind, ist es wichtig, bei dem Verletzten zu bleiben bis der Rettungsdienst eintrifft, ihn zu beruhigen und warm zu halten.
Im nächsten Teil unserer Erste-Hilfe-Serie erfahren das Wichtigste über Schockzustände.


