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Die Herz-Lungen-Wiederbelebung

Wir frischen Ihr Wissen auf: Jeweils 30 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungen

Erinnern Sie sich? Sie beobachten einen Unfall oder treffen als Ersthelfer, also als Erster an der Unglücksstelle ein und finden einen Verletzten vor. Sie bringen zunächst sich und den Verunglückten in Sicherheit und verschaffen sich  einen Überblick über die Situation, indem Sie  prüfen, ob das Opfer ansprechbar ist, also bei Bewusstsein ist und  atmet. Bei Bewusstlosigkeit mit vorhandener Atmung bringen Sie den Verunglückten in die stabile Seitenlage, die wir bereits ausführlich beschrieben haben.

Was aber tun, wenn der Verletzte   bewusstlos ist, also auf nichts reagiert, nicht mehr atmet und kein Puls spürbar ist? Dann müssen Sie als Ersthelfer die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen – nur so hat der Patient eine Chance zu überleben. Damit ist die Herz-Lungen-Wiederbelebung eine der wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen. „Es geht dabei nicht um Perfektion, sondern lediglich darum, bei einem Notfall den Menschen eine Chance zum Überleben zu geben“, betont Wolfgang Raufeisen, BRK-Chefausbilder für Erste Hilfe. „So gesehen ist der größte Fehler, den man als Ersthelfer machen kann, nichts zu tun“.   Denn bereits nach drei Minuten ohne Sauerstoff nimmt die Überlebenschance rapide ab und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass bleibende Schäden oder Behinderungen zurückbleiben.

Wichtig ist: Bleiben Sie ruhig und wählen Sie den Notruf 112.

Für die Herz-Lungen-Wiederbelebung sollte der Bewusstlose auf dem flachen Rücken und auf einem harten Untergrund liegen. Knien Sie sich seitlich neben ihn, möglichst nahe in Höhe des Brustkorbes. Machen Sie den Oberkörper  frei und tasten Sie die Mitte des Brustkorbes,  auf dem unteren Drittel des Brustbeines (Bild 1)
Jetzt platzieren sie den Ballen einer ihrer Hände auf diesen Punkt und setzen Sie die andere Hand darauf (Bild 2)
Die Arme des Helfers sind gestreckt und der Brustkorb des Opfers wird senkrecht von oben durch Gewichtsverlagerung des eigenen Oberkörpers 30 Mal etwa fünf bis sechs Zentimeter tief eingedrückt.

Jetzt beginnt das Beatmen entweder durch die Nase oder den Mund  (Bild 3): Dazu überstrecken Sie den Kopf des Verunglückten. Versuchen Sie, möglichst viel Luft in den Mund oder die Nase des Unfallopfers zu blasen, wobei je nach Beatmungsmethode der Mund oder die Nase geschlossen wird.

Der Rhythmus der Herz-Lungen-Wiederbelebung sind abwechselnd jeweils 30 Herzdruckmassagen und zwei Beatmungen, so lange bis Lebenszeichen vorhanden sind. Dann bringen Sie den Verletzten, sofern er weiter bewusstlos ist,  in die stabile Seitenlage. Ansonsten setzen Sie die Maßnahme fort, bis Sie durch andere Helfer oder den Rettungsdienst abgelöst werden.

Sollte sich in der Nähe des Unfallortes ein Frühdefibrillator befinden, wäre er eine wertvolle Hilfe bei der Wiederbelebung. Das Gerät ist für Laien sehr leicht zu bedienen, da eine Stimme nach dem Einschalten jeden Schritt ansagt.

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